1. Ökonomisches Denken schon beim Autokauf
Das Ökonomische Fahren beginnt bereits bei der Überlegung vor dem Autokauf. Dabei sollten Sie folgende Kriterien beachten:
- Wie schätzen Sie Ihre Fahrgewohnheiten ein?
- Fahren Sie mehr als 25.000 Kilometer pro Jahr?
- So lohnt sich ein Dieselmotor.
- Fahren Sie überwiegend im Stadtverkehr? So lohnt sich eher ein Benzinmotor.
- Brauchen Sie ein Auto für die Familie mit viel Raum oder
- reicht Ihnen bereits ein deutlich ökonomischeres Mittelklasse- oder Kleinfahrzeug?
Diese Faktoren machen bereits einen Großteil der Wirtschaftlichkeit Ihres Fahrzeuges aus. Gute Internet-Autobörsen bieten Vergleichsmöglichkeiten der verschiedenen Fahrzeugtypen und helfen, ein passendes Auto für die jeweiligen Ansprüche zu finden.
3. Reifen mit geringem Rollwiderstand
Erstens: Beachten Sie beim Kauf eines Neuwagens, dass Energie- beziehungsweise Leichtlauf-Reifen am Wagen montiert sind. Diese sind beim Rollwiderstand deutlich optimiert und entsprechen allen Sicherheitsanforderungen für moderne Reifen. Auch wenn neue fällig werden sollten, verwenden Sie Leichtlaufreifen. Im Jahre 2003 hat das Umweltbundesamt Reifen getestet, deren Auflistung Sie unter www.umweltbundesamt.de ersehen können. Zweitens: Fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Es darf auch noch ein wenig mehr sein. Dem etwas geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß gegenüber. Übrigens: Breitreifen wie auch Winterreifen erhöhen den Verbrauch von Kraftstoff.
6. Niedrigtourig fahren
Niedrigtouriges Fahren ist das A und O einer umweltverträglichen Fahrweise. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, ein Motor liefe am sparsamsten und schonendsten im mittleren Drehzahlbereich. Aber für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden gilt: je niedrigtouriger und je gleichmäßiger, desto besser. Mit einer geringeren Drehzahl zu fahren spart bis zu 30 Prozent Kraftstoff und schont den Motor. 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus. Seit zwei Jahren fragt der VCD bei der Recherche zur Auto-Umweltliste bei den Autoherstellern an, wie viel ihre Modelle bei konstant 30 km/h pro Stunde im 2. und 3. Gang und bei 50 km/h im 2. bis 5. Gang verbrauchen. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Ford hat extra für uns neun Fahrzeugmodelle getestet. Die meisten Hersteller behaupten, sie hätten keine Daten, weil ein solcher Verbrauchstest nicht vorgeschrieben sei. BMW schreibt, der VCD wäre der erste, der kritisieren würde, wenn BMW unrealistische Verbrauchswerte angeben würde. Gut gebrüllt! Der BMW-Konkurrent Porsche gibt genaue Werte an und vermerkt genüsslich: „Bitte beachten: Ein Porsche kann bei 30 km/h im 4. Gang und bei 50 km/h im 6. Gang gefahren werden.” Im zweiten Gang braucht ein Porsche 911 Carrera bei konstant 50 km/h 15,1 Liter, im sechsten Gang braucht er nur 6,2 Liter Super.
11. Motor aus!
Stellen Sie bei langen Wartezeiten im Stau, an einer Ampel oder an Bahnübergängen den Motor aus. Wenn Sie ohne Gas starten, lohnt sich das bereits ab ca. 10 Sekunden Standzeit, spätestens aber ab 30 Sekunden sparen Sie bei fast allen Modellen Kraftstoff.
13. Der richtige Kraftstoff
Viele Autofahrer tanken SuperPlus oder anderen Super Kraftstoff, obwohl der Motor ihres Fahrzeuges auch normalen Kraftstoff vertragen würde. Fragen Sie im Zweifel bei dem Autohersteller nach, welcher Kraftstoff für Ihr Fahrzeug empfohlen wird.
4. Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden
Laut dem Autohersteller VW braucht ein Mittelklassewagen direkt nach dem Start rund 30 bis 40 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Nach einem Kilometer sinkt der Verbrauch auf etwa 20 Liter. Erst nach vier Kilometern ist der Motor betriebswarm und der Verbrauch hat sich normalisiert. Daher gilt: kurze Strecken lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Der Verschleiß des Motors ist bei kaltem Motor außerordentlich hoch. Besonders schädlich für Motor und Umwelt ist das Warmlaufenlassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen. Diese haben bessere Schmiereigenschaften. Das schützt vor Verschleiß und senkt den Verbrauch.
8. Bremsen
Dass es notwendig wäre, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Bei älteren Fahrzeugen mit Vergasermotor ist der Ausstoß von krebserzeugenden Kohlenwasserstoffen bei der Nutzung der „Motorbremse” bis zu zehnmal so hoch wie bei normaler Fahrt. Zurückschalten, um das Fahrzeug abzubremsen, ist nur bei starkem Gefälle angebracht. Zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit reicht es, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett vom Gas zu nehmen.
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2. Aerodynamik und Ballast im Auto
Spritsparen beginnt auch schon vor dem Losfahren. Jedes Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Faustregel: 100 kg Mehrgewicht verbraucht einen halben Liter mehr Kraftstoff auf 100 Kilometern. Dachgepäck lastet besonders schwer auf dem Tank. Es macht alle Bemühungen der Autohersteller zunichte, die Aerodynamik zu verbessern. Drei Fahrräder auf dem Dach bedeuten bei einem Tempo von 100 km/h einen Mehrverbrauch von 4 l pro 100 km. Selbst ein unbeladener Skihalter erhöht den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen Liter. Also, lagern Sie Ihren Dachgepäckträger besser im Keller als auf dem Autodach! Geöffnete Fenster oder Schiebedächer erhöhen ebenfalls den Luftwiderstand und somit auch den Spritverbrauch.
5. Schnell schalten
Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2000 U/min in den nächsten Gang hoch schalten. Wenn man mit viel Gas bei niedriger Motorumdrehungszahl beschleunigt, erreicht man eine vollständigere, verbrauchsgünstigere und schadstoffärmere Verbrennung, als wenn man mit sanftem Fuß im mittleren Drehzahlbereich beschleunigt. Wer keinen Drehzahlmesser hat, orientiert sich am Tacho. Bei 25 bis 30 km/h in den 3., bei 35 bis 45 km/h in den 4. und bei 50 bis 55 km/h in den 5. Gang schalten. Mit den angegebenen Schaltpunkten sind fast alle heute zugelassenen Pkw vom Kleinwagen mit 40 bis 45 PS bis zur schweren Limousine problemlos zu fahren. Im höchstmöglichen Gang zu fahren, ist Grundbedingung fürs Spritsparen. Es schont außerdem den Motor und ist hörbar leiser. Unglaublich aber wahr: Ein Auto mit 50 km/h im 2. Gang wird als genauso laut empfunden wie 20 Autos, die bei gleicher Geschwindigkeit im 4. Gang fahren.
10. Stromfresser ausschalten
Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Größter Stromfresser ist die Klimaanlage, die den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter auf 100 Kilometer erhöht. Auch jedes kleine Motörchen - z.B. für den Scheibenheber - erhöht den Verbrauch. Vergessen wird oft die Heckscheibenheizung. Die „verbraucht” pro Stunde ca. 0,1 Liter Sprit. Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer.
12. Die richtige Tankstelle
Die freien Tankstellen führen keinen qualitativ schlechteren Kraftstoff als Markentankstellen, doch der Preisunterschied kann bei mehreren Cent pro Liter liegen. Eine Liste der Freien Tankstellen in Deutschland kann im Internet unter www.bft.de unter dem Punkt „Tankstellenfinder“ eingesehen werden. Ähnlich preiswert sind auch Tankstellen an Groß- oder Supermärkten. Tankstellen an der Autobahn sind meist erheblich teurer. Auch sehr hilfreich ist die Internetseite www.clever-tanken.de . Hier finden sie die günstigsten Tankstellen Ihrer Region.
14. Regelmäßige Wartung
Bringen Sie Ihr Auto regelmäßig zur Inspektion und lassen Sie überprüfen ob zum Beispiel die Zündung oder Luftfilter in Ordnung sind. Auch der regelmäßige Ölwechsel ist sehr wichtig. Ansonsten kann der Benzinverbrauch erheblich steigen. Schlusswort: Bei Beachtung der vorangegangenen Tipps können Sie in Zukunft mit einer deutlich erkennbaren Senkung Ihres Spritverbrauches rechnen und tun gleichzeitig etwas Gutes für Ihr Portemonnaie und gegen eine stärkere Umweltbelastung. Viel Glück dabei!
7. Vorausschauend gleiten
Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Durch vorausschauendes Fahren wird eine möglichst regelmäßige Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit angestrebt. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug (Faustregel 3 Sekunden) hilft Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen und dient der Verkehrssicherheit. Fährt das Auto auf ein Hindernis zu, kann der Fahrer den bestehenden Fahrzeugschwung nutzen. Beispiel: Sie fahren 50 km/h und sehen in 200 bis 300 Meter Entfernung eine Ampel auf Rot schalten. Wenn Sie den Leerlauf einlegen, reicht der vorhandene Schwung, um im Verkehr mitzuschwimmen. Fließt der Verkehr nach einer Stockung weiter, schalten Sie in den ihrer Geschwindigkeit entsprechenden Gang und beschleunigen auf die gewünschte Geschwindigkeit.
9. Überlandverkehr
2000 U/min reichen auf Fernstraßen nicht aus. Auch gelten die genannten Schaltpunkte nicht für die Beschleunigungsstreifen der Autobahn und für Überholvorgänge auf Landstraßen. Generell gilt für Landstraße und Autobahn: je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Laut Ford ist der Verbrauch bei Höchstgeschwindigkeit bis zu doppelt so hoch wie bei dreiviertel der Höchstgeschwindigkeit. Als Orientierung können folgende Werte gelten: auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 120 km/h.
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